Montag, 10. Mai 2010

Weinbau- und Wetterbericht aus Franken

Es ist zwar erst Mitte Mai, aber ich denke das Jahr wird insgesamt als das "kalte Jahr" und als das "Jahr der Aschewolke" in Erinnerung bleiben. Mal sehen, was es sonst noch so bringt.

Der viele Regen hat nach dem Düngen des Rasens im Schlossgarten jedoch gut getan. Auch die vielen neu gesetzten Pflanzen haben den Niederschlag gefreut. Gerade die Winzer waren sehr erfreut darüber.

Im aktuellen Weinbaufax des Weinbaurings Franken vom 6. Mai heißt es: "Auch wenn es kühl war, ist die Entwicklung bei den Reben weiter fortgeschritten. In den meisten Wein- bergen sind 1 bis 4 Blätter entwickelt. Der Austrieb ist aber nicht immer gleichmäßig. Teilweise sind selbst an einer Rute Knospen mit vier Blättern bzw. im Wollestadium zu sehen. Nach einem kühlen Wochenende ist erst für die nächste Woche wieder mit wärmeren Tagen zu rechnen. Die Zweifel an größeren Niederschlagsmengen bleiben bestehen. Noch zehren die Reben von der Feuchtigkeit im Unterboden."

Die erhoffte wärmere Woche hat nun bereits begonnen. Allerdings ist es noch ziemlich kalt und ungemütlich in Weinfranken. Und die "Gestrengen Herren" um den 12. Mai herum stehen uns nun unmittelbar bevor. Einige Frostschäden hat es bereits gegeben, wie es im Weinbaufax weiter heißt: "Mit dem fortschreitenden Wachstum mehren sich auch die Meldungen über Frostschäden, denn sie werden jetzt richtig offenkundig. Vor allem früh austreibende Sorten bzw. stark wüchsige Anlagen sind stärker betroffen. Es ist nicht ganz klar, ob es sich dabei um Schäden durch Winterfrost oder Spätfrost im April handelt. Wichtig ist jetzt allerdings, nicht zu früh auszubrechen und vorhandene Frostruten noch nicht abzuschneiden. In ein bis zwei Wochen kann dann endgültig entschieden werden, welcher Trieb stehen bleiben soll."

Dem Laien eröffnen diese Zeilen nur andeutungsweise, welche Kunst der Winzer im Weinberg vollbringen muss.

Fresh Tulip


Foto: Rosa Tulpe nach dem Regen im Schlossgarten.

Samstag, 8. Mai 2010

Hochzeitsfotos im Schloss

Das unter folgendem Link dargestellte Brautpaar schickte uns auch eine schöne Fotokarte vom Fest bei uns im Schloss. Neulich waren die beiden plötzlich zum 6-monatigen Hochzeitsjubiläum mal wieder im Schloss, während ich gerade mit der Gartenarbeit beschäftigt war. Es ist immer wieder schön, wenn Gäste, die bei uns wichtige Familienfeste feiern, den Kontakt zu uns und dem Schloss aufrecht erhalten!

Die Fotos (auch vom Freskensaal und der Feier in der Remise) bei Riess-Photography im Blog: http://www.weddingphoto-riess.com/blog/die-hochzeit-von-tatyana-und-andre-auf-schloss-zeilitzheim/

Das im Artikel erwähnte und in den Fotos gezeigte Vorhängeschloss hängt übrigens noch immer an der Zeilitzheimer Volkachbrücke. Es fiel mir kürzlich bei einem Spaziergang mit den Kindern auf. Hoffentlich bleibt es auch jetzt, wo ich dies schreibe, noch länger dort. Der Schlüssel dazu ist jedenfalls wohl für immer im Volkachgrund begraben. Wenn er nicht schon im Main gelandet ist. Ein nettes Brautpaar, ein tolles Fest und sehr schöne Bilder.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Endlich Regen

Endlich regnet es mal ordentlich. Das haben die Pflanzen im Schlossgarten und der frisch gedüngte Rasen im Barockgarten jetzt gebraucht.

Am Nachmittag war ich in der Vinothek in Iphofen. Hier wurden wir Mitglieder des Vereins Gästeführer Weinerlebnis Franken für neu geplante Broschüren und die gemeinsame Internetseite fotografiert.

Gerade hat es mal aufgehört zu regnen. Ich werde also nun in den frisch vorbereiteten Boden die Borretschsamen säen.

Tulips

Montag, 3. Mai 2010

Ein Spaziergang am Eulenberg

Jetzt, zur Obstblüte, ist es besonders schön am Zeilitzheimer Eulenberg (ausgesprochen: Allaberch). Hier treffen saftige Wiesen im Volkachtal auf blühende Obstbäume auf den Wiesen am Hang des Hügels und Ackerflächen auf der Anhöhe. Die Ackerflächen sind umgepflügt. Das zaghaft keimende Getreide vermag es noch nicht die Brauntöne aus den Flächen zu vertreiben. Die Wiesen im Tal blühen jedoch kräftig gelb von Löwenzahn. In der Ferne verleiht vereinzelt Raps der wogenden braunen Landschaft gelbe Inseln.

Zeilitzheim

Der Blick gen Westen haftet an der Kapelle auf dem Gaibacher Kapellenhügel, dahinter die Konstitutionssäule. Zur anderen Seite des Hügels öffnet sich der Blick auf den See und die Fischteiche der Obervolkacher Fischzucht Gerstner. Bis hinauf auf den Eulenberg ist das eifrige "Konzert" der im Wettbewerb stehenden Frösche aus dem Tal zu hören. Hinter Dickicht versteckt vermutet der Eingeweihte beim Blick ins Tal die Lohmühle an der Volkach.

Fertile

Ein Blick zurück auf das Dorf Zeilitzheim im Tal bietet ein Meer von roten Ziegeldächern. Das größte Dach ist das des Schlosses, das wie ein Klotz am Ortsrand steht und seine Schönheit erst so richtig beim Betreten, vor allem auch des Gartens, offenbart.

Eulenberg

Der Spaziergang zurück auf dem Feldweg auf der Anhöhe führt an der Ziegelei des Dorfes und dem Damwildgehege vorbei. Der Nussbaum am Wegesrand schwächelt seit einigen Jahren, bringt aber noch kleine wohlschmeckende Nüsse hervor, die im Herbst beim Passieren in geringen Mengen dem Mundraub geopfert werden.

Unsere Kinder kennen schon die geheimen Trampelpfade, über die man abkürzend den Gänsewasen erreicht, entlang an weiteren Nussbäumen am Hang. Der "Ziegeleihund" begleitet uns ein Stück.