Freitag, 30. April 2010

Von Bärlauch bis Waldmeister

Kräutergarten des Schlosses auf Vordermann gebracht



Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, mich besonders um den Kräutergarten des Schlosses zu kümmern. Er soll seinem Namen wieder Ehre machen.

So begann ich mit dem Vorbereiten der 13 durch kleine Buchshecken umrandete Felder. Zuerst galt es das Unkraut zu entfernen, dass den Kräutern Licht und Nahrung nimmt. Dies ist natürlich eine fortwährende Aufgabe...

Gestern pflanzte ich dann einige Kräuter neu an. Nun ist der Kräutergarten bestückt mit folgenden Kräutern (und einigen, die ich noch nicht identifiziert habe):

Heiligenkraut, Wermut, Waldmeister, Salbei, Basilikum, Oregano, Majoran, Rosmarin, Lavendel, Kerbel, Bohnenkraut (in 3 verschiedenen Varianten), Liebstöckel, Schafgarbe, Zitronenmelisse, Pimpinelle, Petersilie, Schnittlauch, Beinwell, Sauerampfer (2 verschiedene Sorten), Rauke, Lungenkraut, Bärlauch.

Nun sollen die kleinen Pflanzen wachsen und gedeihen!

Einige Kräuter fehlen jedoch noch, zum Beispiel: Pfefferminz, Borretsch und Estragon. Und vielleicht finde ich noch ein paar Ecken für zusätzliche Kandidaten. Auf der Facebookseite des Schlosses werden jedenfalls schon eifrig Vorschläge gesammelt.

Meine Mutter hat schon kleine Porzellanschildchen mit den Namen der Kräuter bemalt, die dann noch gebrannt werden und dann auf Holzstäbchen montiert in den Boden gesteckt werden.

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Foto: Beet 10 von 13 mit Blick auf Oregano, Thymian, Majoran und dem bereits zurück geschnitten Sauerampfer.

Freitag, 23. April 2010

Aus dem Schlossgarten

Beitrag von Marina von Halem:

Ich bin begeisterte Hobby-Gärtnerin. Schließlich wurde der ganze Garten nach eigenen Plänen und unter Mithilfe vieler Jugendlicher angelegt. Jetzt, Anfang April, blühen die Osterglocken üppig, ein paar Leberblümchen haben sich von ganz allein eingefunden und unter Büschen ausgebreitet. Die Schneeglöckchen- und Winterlingspracht ist vorbei. Andere florale Gäste fühlen sich im Rasen der vier von Buchsbaum umsäumten Carrées wohl: eine Heerschar weißer und blauer Veilchen, und die Tulpen gehen gerade auf. Die kleinen Wildtulpen die ursprünglich aus Persien kommen und die Ahnen aller Tulpen sind, tun sich immer noch etwas schwer in meinem Garten, während die Lilien- und die Rembrandt-Tulpen gedeihen und mich ständig an das ungewöhnliche und eigenständige Leben der Maria Sibylla Merian erinnern. Nach ihr ist auch eines unserer Gästezimmer benannt.

Sea of Flowers

Samstag, 17. April 2010

Liebstöckel

Aus dem Kräutergarten des Schlosses



Jetzt im April gedeiht der Liebstöckel im Kräutergarten des Schlosses. Die noch hellgrünen Triebe sind zart, aber schon sehr aromatisch. "Maggikraut" wird es oft genannt, weil es einen sellerieartigen Geschmack hat, der an das Aroma der Maggi-Würze erinnert.

Der Liebstöckel ist ein Doldengewächs, das seinen Namen der Tatsache verdankt, dass man es früher für aphrodisierend hielt. Allerdings ist das Kraut wohl eher weniger romantisch zu sehen; es ist harntreibend und wirkt gegen Blähungen. Es eignet sich gut zur Verdauung.

Wir verwenden Liebstöckel gerne als frische Zugabe zu Suppen und Gemüsegerichten. Die Samen des Liebstöckels habe ich noch nicht bewusst verkostet. Diese sollen gut sein zum Würzen von Fleisch oder als Beigabe zu Brot und Käse. Ab August, nach der Blüte, muss ich das mal ausprobieren! Unsere Kinder kennen es schon gut und bringen gelegentlich einen Zweig mit nach hause.

Ich habe mir heute gleich mal eine Ladung Liebstöckel fein gehackt und eingefroren. So kann ich mir immer wieder eine schnelle Ration für Suppen aus der Tiefkühltruhe holen!

liebstöckl.jpg

Montag, 12. April 2010

Die nächsten Konzerte im Schloss Zeilitzheim

Beitrag von Marina von Halem

Konzert am 30. April um 19.30 Uhr: Zwei wunderbare Sopran- bzw. Mezzo-Sopran-Sängerinnen, Felicitas Weyer und Almut Seebeck, singen als "Trio a Due", weil Almut Seebeck auch Pianistin ist und sich und Felicitas Weyer am Flügel begleitet. Ich kenne sie und war und bin berührt von ihren Stimmen und dem, was sie sich als Programm zusamnmenstellen. „Quella fiamma“ – welche Flamme! Feuer des Lebens! Da muß es um die Gewalt von Schöpfung und von Liebe gehen. Wen berührte das nicht. Eine von Visionen begabte und geplagte Frau, Hildegard von Bingen, die im 13. Jahrhundert lebte, hatte eine Sprachgewalt, die intuitiv begabte Menschen ins Herz trifft – berührt von der Flamme des Lebens. Viele Texte sind mit dem Alltagsverstand nicht zu verstehen, aber in anderen Texten prophetischer Menschen ist das ja auch so: in der Offenbarung des Johannes; in Texten der Religionsstifter, der Propheten. Aus ihren Worten lodert eine Flamme, von der wir ahnen, dass sie aus vulkanischer Tiefe und in ungeahnte Höhen schlägt. Barockarien (die singen die beiden Sängerinnen auch) klingen harmlos dagegen, aber wenn man an die bewegenden Soli von Bachkantaten denkt: „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt!“ – da brennt eine Innigkeit, eine Sehnsucht, ein Feuer. Jiddische Lieder mit ihrer Lebensfreude und Lebensschmerz – wie nah sind wir da an den Quellen des Lebens, aus denen beides strömt. Für hinterher kochen wir ein Abendessen: „Aus den Tiegeln Europas“. Es gibt ein Ragout, nach altem Rezept gekocht, und eine Nachspeise.

Das nächste Konzert am Himmelfahrtstag, 13. Mai um 17 Uhr ist ganz anderer Art. Ich kenne die aus Schweinfurt stammende Musikpädagogin Verena Mansky-Richardsen. Ihre Seele gehört der Vermittlung von Musik an junge Menschen. Sie dirigiert ein ca. 40 Mann starkes Schulorchester der Rudolf-Steiner-Schule in München-Daglfing und reist mit ihrem Orchester der Oberstufe und dem Kammerchor der 12. Klasse unter Leitung von Ines Santa Maria zu uns nach Zeilitzheim. Um solch ein großes Projekt auch finanziell machbar werden zu lassen, kamen wir vor einem Jahr, als sie schon einmal bei uns im Schloss auftraten, auf eine Idee: die Jugendlichen wohnen in Mehrbettzimmern unseres Hotels Schloss Zeilitzheim und bekochen sich selbst. Gemeinsames Tun, Lebensfreude und Spaß am Musizieren vereinigen sich dabei. Sie spielen zwei Werke von Johann Sebastian Bach und Filmmusik (aus „Cats“), weil die ihnen natürlich auch gefällt.

Mittwoch, 7. April 2010

Gartensaison

Es ist noch frisch, aber schon schön sonnig. Und alles wächst und gedeiht. Gestern habe ich daher zum ersten Mal im Jahr den Rasen im Schlossgarten gemäht, sowohl die Karrees des Barockgartens als auch die wiese, die im Sommer vor allem für Kaffeegesellschaften geschätzt wird. Jetzt sich *ich* hier und genieße das schöne Wetter. Mit dem Macbook habe ich hier ein mobiles Büro. Sehr praktisch.

Neko

Donnerstag, 1. April 2010

Immernoch Frühjahrsputz

Geburtshilfe für den Schlossgarten



Während im Schlossgebäude bereits zum Anfang März für die ersten Hotelgäste des Jahres der Frühjahrsputz gemacht wurde, geht dieser im Schlossgarten nun weiter. Die letzten Blätter werden aufgesammelt, um den Pflanzen darunter Luft "zum Atmen" geben zu können.

Ein paar der herbstlichen Überbleibsel fand ich jedoch zu schön, um sie unfotografiert aufzukehren. Hier mein Lieblingsbild des Laubes des vergangenen Jahres:

Curl

Auf die Schneeglöckchen und Krokusse folgten nun die Narzissen und Hyacinthen. Es wird langsam wieder etwas bunter im Schlossgarten. Der erste Rasenschnitt steht nun bald bevor, dann Vertikutieren... dabei half mir im vergangenen Jahr mein Schwiegervater, der auch jetzt gerade aus Ungarn zu Besuch ist. Aber in diesem Jahr darf ich wohl alleine ran, weil uns die Schwiegereletrn bereits morgen gen Heimat verlassen.