Sonntag, 28. Februar 2010

Freier Sonntag

Und in eigener Sache: Es gibt noch 4 Karten zum Krimidinner



Heute ist der letzte Sonntagmorgen des Jahres, an dem noch kein Betrieb im Schloss ist. Das bedeutet: noch kein Frühstück für unsere Gäste, kein Receptionsdienst. Diesen "freien" Sonntag genießen wir, auch weil meine Schwester mit ihren Töchtern zu Besuch ist.

Ich freue mich aber auch, wenn es bald wieder los geht im Schloss, denn dieses lebt von dem, was darin geschieht. Die neue Saison beginnt sehr vielversprechend mit einer fast ausverkauften Veranstaltung: dem Krimidinner am Samstag, 6. März. Aus Krankheitsgründen wurden 4 Karten kurzfristig auf die Veranstaltung im Oktober umgebucht, so dass zum jetzigen Zeitpunkt noch genau 4 Karten zu haben sind.

Stone

Mittwoch, 24. Februar 2010

Alltag

Vier Tage lang habe ich keinen Blogartikel mehr geschrieben. Geschrieben habe ich zwar schon einiges, aber nur Fetzen, die in meinem evernote gespeichert sind und es noch nicht zur Veröffentlichungsreife geschafft haben.

Endlich habe ich wieder mit einem milden sportlichen Trainingsprogramm begonnen. Dieses möchte ich nach und nach wieder ausbauen, da ich gemerkt habe, dass das viele Herumsitzen ohne Bewegung wirklich auf Dauer nicht angenehm ist. Vom Übergewicht gar nicht zu sprechen...

Im Schloss hat nun der "Frühjahrsputz" begonnen. Anfang März öffnet der Hotelbetrieb wieder. Eigentlich sollten wir angesichts der Art, wie wir diesen führen, eher von Bed & Breakfast gesprochen werden. Ich werde unsere Gäste nach und nach befragen, ob sie mehrheitlich etwas mit diesem Begriff anfangen können bzw. ob die Assoziation dann stimmt.

Den Kindern geht es gut. Isa ist noch in der Kleinkindgruppe, wird jedoch bald etwas länger drin bleiben und dann noch in die Gruppe der größeren Kinder wechseln. Sie möchte schließlich auch Mittagessen im Kindergarten bekommen, genau wie ihre große Schwester. Katharina besucht wöchentlich einen Englischkurs für Kinder im Vorschulalter und saugt dort spielerisch neue Wörter und Aussprachen auf. Natürlich hilft es, dass die Kinder bereits zweisprachig aufwachsen.

Noch ist es kahl und trüb in Franken, aber der Frühling kündigt sich zumindest schon ganz langsam an. Bald geht es also los!

Red Squirrel

Foto: Eichhörnchen an der Schlossmauer.

Freitag, 19. Februar 2010

Die Einrichtungsgegenstände im Schloss

Schwer vorstellbar, dass das Schloss beim Kauf 1979 komplett leer war



(Gastbeitrag von Marina von Halem)

Der Anfang wurde gemacht durch das eigene Inventar, das wir beim Umzug von Schottland nach Zeilitzheim mitbrachten und durch Dinge vermehrt hatten, die wir dort zur Verwendung in Zeilitzheim erworben hatten. Das waren meist Tische und Stühle im Queen-Anne-Stil, die ich in Zeilitzheim selber aufgearbeitet und gepolstert habe sowie einiges Mobiliar für öffentliche Räume, aber auch ein altes Himmelbett von ca. 1840 aus dem Stammschloss der schottischen Familie Stuart. Dieses Bett gab dem "Maria-Stuart-Zimmer" den Namen; es ist besonders bei Brautpaaren sehr beliebt. Es wurden Ferienwohnungen (und später Gästezimmer) eingerichtet. Dafür fanden sich Weichholzmöbel; alte Betten wurden auf die heute nötige Länge gebracht und zu Himmelbetten umgebaut, Vorhänge dafür und für alle Fenster genäht. Manch schönes Möbelstück, Lampen und Bilder kam als Leihgabe oder Geschenk von Freunden ins Haus. Sehr willkommen waren auch die kräftigen Truhen und Tische aus gebrauchten Harthölzern, die einst als Bahnschwellen in Südafrika gelegen hatten und später zu Möbeln verarbeitet worden waren.

Die Mehrzahl der Bilder im Schloss, auch in den Gästezimmern, sind Originale, wenngleich sie nur ideellen Wert haben. Stammtafeln und Portraits von Vorfahren der Familie v. Halem hängen im Jagdsaal und der "Kapelle". In einigen Gästezimmern hängen Zeichnungen und Aquarelle von Asta von Halem, die bis 1944 als Zeichenlehrerin in Striegau, Niederschlesien, lebte. (Zufall! Meine mütterlichen Vorfahren, die Familie v. Engelmann, lebte im Landkreis Striegau, aber Asta von Halem kannte sie damals nicht). Viele originale Stiche schmücken das Haus, aber es gibt auch Faksimiles oder Reproduktionen alter Vogel- oder Blumenbilder.

Der jüngste Zuwachs von 2009 sind die Trophäen aus Ostafrika, die ein Vetter und Freund der Natur und der Jagd dem Hause schenkte. In meinem Elternhaus in Schlesien hingen solche Trophäen. Mein Vater Heinz Freiherr v. Richthofen hatte sie aus Namibia mitgebracht, wo er einige Jahre als Farmer lebte. Deshalb sind sie mir vertraut, und ich mag sie wegen ihrer Schönheit. Da sind die gewaltigen Gehörne der Kaffernbüffel, die schönen, schlanken, geraden der Oryx-Antilope, die eleganten, gedrehten Gehörne des Großen und des Kleinen Kudus, der Impalas, Wildebeests und Hartebeests und die kleinen Hörnchen des Duiker und des Steenboks. Aber auch bekanntere Gehörne von Rotwild kamen als Geschenk eines weiteren Vetters ins Haus.

Fast könnte man meinen, das Schloss sei schon immer möbliert gewesen.

Marina v. Halem

Antlers 'n' Stuff

Donnerstag, 18. Februar 2010

Frühlingsanzeichen

Und: Wir geben Ihren gelesenen Büchern ein gutes Zuhause



Im Schlossgarten sprießt das erste Grün der Narzissenspitzen durch den Schnee hervor und ganz oben nahe der Hauswand, wo tagsüber schon etwas Sonne hin kommt, zeigen sich die ersten Schneeglöckchen mit noch geschlossenen Knospen. Es wird langsam wärmer und das wird nach diesem Winter auch langsam Zeit.

Unser Ostermarkt, der immer 3 Wochen vor Ostern stattfindet (also in diesem Jahr am Sonntag, 14. März) läutet für uns auch immer den Frühling ein. Es sind keine 4 Wochen mehr bis dahin und die Vorbereitungen laufen bereits.

Zu den Vorbereitungen für den Ostermarkt gehört es auch, die Bücherspenden für den parallel dazu stattfindenden Büchermarkt entgegen zu nehmen, zu sichten und zu sortieren. Die Spenden mehren sich auch langsam, wofür wir sehr dankbar sind. Da der Büchermarkt auch zum Weihnachtsmarkt im November stattfindet, werden Bücherspenden auch das ganze Jahr über entgegen genommen und vom fachkundigen Team ehrenamtlicher Helfer des Förderkreises Schloss Zeilitzheim e.V. thematisch einsortiert. Wer also auf seinen Bücherregalen Platz für neue Bücher schaffen möchten und die gelesenen Bücher einem guten (und als gemeinnützig anerkannten) Zweck zukommen lassen möchte, darf uns diese gerne bringen (gerne auch bei Besuch von Veranstaltungen oder dem Markt selbst). In manchen Fällen ist nach Absprache auch Abholung möglich.

Wir sind für alle Spenden von Büchern, von denen Sie meinen, es gäbe dafür noch interessierte Leser, sehr dankbar. Auch Musik-CDs finden vermehrt den Weg in die Sammlung nehmen wir ebenfalls gerne entgegen!

Good Tidings

Dienstag, 16. Februar 2010

Emilio

Entwarnung: Der Ketzer ist wieder da!



Kater Emilio war mal wieder etwa 48 Stunden verschollen. Das macht natürlich immer Sorgen, wenn einer der beiden Schlosskastraten verschwunden ist. Kommt im Jahr etwa 1-2 je Katze vor. Ecken, wo man sich verstecken kann, gibt es ja genug. Und jedes Mal, wenn ich auf Katzensuche gehe denke ich: Du hast doch schon alles durchsucht, kennst jedes Katzenversteck!

Naja, ich lerne eben jedes Jahr noch 2-4 Katzenverstecke (wohl erst freiwilliger, dann, wenn der Hunger kommt, unfreiwilliger Natur) kennen.

Es sind jedenfalls alle Ketzer wieder da. Und genährt, gewärmt und (wie es scheint) glücklich.

Emilio

Freitag, 12. Februar 2010

schwarz weiss ist das neue bunt

Nicht alle denkmalpflegerischen Arbeiten sind glamourös



Ich habe beschlossen den heutigen Blogartikel rein in schwarz/weiß zu schreiben. Schließlich ist draussen auch alles weiß, unterbrochen nur durch ein paar Grautöne. Aber keine Angst: über den Schnee ist schon genug an anderen Stellen geschrieben worden.

Im Schloss werden werden eine Reihe unaufregender aber dennoch Arbeit generierende Reparaturen durchgeführt. Keine grandiosen Restaurierungen oder das Freilegen von Fresken oder ähnliches. So ein Barockschloss kann eben auch mal ganz unglamourös sein. Aber es braucht eben auch diese weniger aufregenden Arbeiten. Stühle wollen neue Filze bekommen, Ritzen zugespachtelt, Kabel unter Putz gelegt, dunkle Ecken aufgehellt. Auch das ist Denkmalpflege. Unbunt. Aber wichtig.