Mittwoch, 30. September 2009

Mainschleifenbahn

Was die eigene Region touristisch zu bieten hat bekommt man selbst oft nicht mit, weil man Ausflüge ja eher in die weitere Ferne unternimmt. Mit zwei kleinen Kindern im Hause verkleinert sich der Radius für Ausflüge jedoch wieder.

So kamen wir am Sonntagnachmittag in den Genuss einer Zugrundfahrt mit der Mainschleifenbahn von Volkach nach Seligenstadt und zurück. Für die Kinder war es die erste Zugfahrt überhaupt. Für Isa war das noch ein wenig unheimlich, aber Katharina hat es sichtlich genossen (ich erinnere mich auch noch ganz genau an meine erste Zugfahrt als Kind in Pakistan).

Die Strecke wird von ehrenamtlichen Mitgliedern eines gemeinnützigen Vereins betrieben. Als Lok kommt ein Uerdinger Schienenbus (Baujahr 1960) zum Einsatz, der einer Zugfahrt einen Hauch von Wirtschaftswunderfeeling verleiht.

Fron and BackCockpitMSBAerobics

Dienstag, 29. September 2009

"Burns Night" - Schottischer Abend im Schloss

Nachdem ich 6 Jahre meiner Kindheit in Schottland verbracht habe und dort auch in eine schottische primary school eingeschult wurde (gleich in die 2. Klasse, dann bis incl. 7. Klasse), verbindet mich noch einiges mit diesem Land, in dem auch meine Schwester Sibylle noch viele Jahre blieb, nachdem wir in Richtung Deutschland abzogen.

Es gibt auch fast jedes Jahr eine kulturelle Veranstaltung im Schloss, die an diese Erfahrung anknüpft. Am kommenden Freitag gibt es mal wieder einen schottischen Abend, den der bei uns bereits bestens bekannte Adam MacThomas künstlerisch ausgestalten wird. Aus unserer Pressemitteilung:

In diesem Jahr feiert die anglophile Welt den 250.Geburtstag des schottischen Nationaldichters Robert Burns „Rabbie Burns“, wie die Schotten ihren Dichter liebevoll nennen, einen Bauernsohn, der den schottischen Dialekt in die englische und in die Welt-Literatur einfügte. Schottland-Liebhaber in der ganzen Welt (so viele Schotten sind einstmals wegen der Armut des Landes ausgewandert) feiern seinen Geburtstag mit einer „Burns Night“, so auch in Zeilitzheim, und zwar am Freitag, 2. Oktober um 19.30 Uhr mit einem schottischen Abendessen und einem musikalisch-literarischen Programm, das Adam MacThomas gestaltet. Er rezitiert Verse von Robert Burns, die ihn unsterblich gemacht haben, besonders das große Gedicht vom Tom O`Shanter, einer Ballade, in der Hexen und Gespenster dem armen Tam böse nachstellen. Adam MacThomas rezitiert, begleitet sich selbst in den Vertonungen von Burns` Texten auf der Gitarre, er spielt Klavier, die Low Whistle, die Tin Whistle und die Great Highland Bagpipe. Er berichtet von vergangener Größe der Clans auf den Inseln, von Bonnie Prince Charlie und seiner Retterin Flora MacDonald, die ihn auf ihrem Boot in Sicherheit ruderte.

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Samstag, 26. September 2009

Birnenzeit

Im Schlossgarten reift das Spalierobst. Unsere Walnüsse brauchen noch eine Woche oder so.

Foto: Isa bei der Birnenernte

Pear

Freitag, 25. September 2009

Herzlichen Glückwunsch, Outbeck!

EngelbertZ Outbeck Conditorei wird 120 Jahre alt. Dahinter steckt (in dieser Generation) Volker Müller und Barbara Müller-Schleich mit Kindern.

Herzlichen Glückwunsch, Babs und Volker! Nicht (nur) zu 120 Jahren Traditionsbäckerei, sondern vielmehr zu den Innovationen, die Ihr gerade in den letzten Jahren eingeführt habt.

Ein Besuch auf www.outbeck-conditorei.de lohnt sich für Leckermäuler und für diejenigen, die sehen wollen, wie eine Bäckerei/Konditorei auf dem Lande auch geführt werden kann.

Im Schloss sind die Kreationen von Volker Müller bestens bekannt, hauptsächlich in Form von individuellen Hochzeitstorten, aber auch phantasievolle Häppchen hat Familie Müller schon des öfteren für unsere Kunden ins Schloss geliefert.

Bei dem Festwochenende "3 Tage Genuss" vom 2.-4. Oktober 2009 werde ich leider nicht dabei sein können, weil ich bei der Jahresversammlung des Schlösserverbundes Culture & Castles sein werde. Für das Rezeptbuch, das Familie Müller anlässlich des Jubiläums mit 120 Rezepten von 120 Persönlichkeiten, Geschäftspartnern, Freunden oder Kunden füllt, habe ich heute auch eines beigesteuert. Evtl. kommt es etwas spät (die Erkältung hatte auch meine Kreativität etwas beeinträchtigt...). Egal, ob das Rezept es in das Büchlein geschafft hat: wenn es veröffentlicht wird, weise ich nochmal auf das Rezeptbuch hin.

Samstag, 19. September 2009

Sonntag, 13. September 2009

Halbtagesausflug nach Bamberg

Man vergisst doch immer wieder, wie schön auch die Orte in einem Umkreis von weniger als einer Stunde Autofahrt sind. Meine Lieblingsstadt aus dieser Kategorie ist zweifelsfrei Bamberg. Wir fahren viel zu selten dort hin und fassen jedes Mal, wenn wir doch mal wieder dort sind, den Entschluss doch öfter mal dorthin zu fahren. Alleine die Fahrt durch den Steigerwald über Oberschwarzach und Ebrach mit seinem Zisterzienserkloster machen Bamberg zum perfekten Ausflugsziel für Besucher in Zeilitzheim.

Gestern erlebten wir dort den Bundestagswahlkampf: für die Grünen sprach MdB Hans-Josef Fell (der erst kürzlich bei uns in der Gemeinde, einer Hochburg für Photovoltaik, zu Besuch war) in der Fußgängerzone. Gleich daneben der Stand der Piraten, allesamt junge Burschen. Für die Kinder bastelten diese Säbel aus orangenen Luftballonschlangen. Klar, unterstreicht dies doch deren Motto: Piraten - klar machen zum ändern! Ihr Wahlprogramm brachten sie sehr unaufdringlich unter die Leute, aber ich habe mir eines erbeten. Hier gibt es das Wahlprogramm der Piratenpartei als PDF.

Pirat in Bamberg Hans-Josef Fell in Bamberg

Ein Besuch im Schlenkerla mit seinem aus Eichenfässern frisch gezapftem Aecht Schlenkerla Rauchbier ist eines meiner persönlichen Lieblingsbeschäftigungen. Und am heutigen Tag des offenen Denkmals macht das Schlenkerla auch mit: Um 15 und 17 Uhr gibt es heute einen ca. 30-minütigen Bier-Geschichte Vortrag.

Der Rosengarten der neuen Residenz war bei warmer Septembersonne noch ein wenig überlaufen von japanischen Touristen, aber diese sind, glaube ich, auch noch in den Wintermonaten anzutreffen.

Bamberg, so schön. Und so nah!

Rosengarten Bamberg

Mittwoch, 9. September 2009

Tag des offenen Denkmals

Am kommenden Sonntag ist also wieder Tag des offenen Denkmals, der Europaweit auch als European Heritage Day gefeiert wird. In diesem Jahr steht der Denkmaltag unter dem Motto "Historische Orte des Genusses". Da würden wir von Thema her zwar ganz gut hineinpassen mit unserem www.hochzeitsschloss.de aber wir haben uns bereit Ende vergangenen Jahres entschlossen, in diesem Jahr mal auszusetzen.

Auf der Internetseite des Landkreises Schweinfurt ist aufgelistet, welche Denkmäler sich in diesem Jahr am Denkmaltag beteiligen.

Time

Foto: Sonnenuhr im Kräutergarten des Schlosses

Dienstag, 8. September 2009

Taubenschwänzchen

Gestern bekam ich im Schlossgarten dieses Taubenschwänzchen vor die Linse:

Hummingbird Hakwmoth

Beim ersten Anblick sieht dieser Nachtfalter aus wie ein Kolibri, weshalb er auch Kolibrischwärmer genannt wird. In unserem Schlossgarten schienen die Falter vor allem den weißen Flieder zu bevorzugen, sich aber auch an den anderen blühenden Pflanzen zu laben.

Ein faszinierendes Insekt! Wer mehr wissen möchte: wikipedia.

Sonntag, 6. September 2009

Geplettet

Heute sind wir richtig geplettet. Sehr viel mehr gibt es daher nicht zu berichten. Morgen geht es weiter: großes Aufräumen im Schloss.

EEY - Early-Evening Yawn

Donnerstag, 3. September 2009

Schlossführung: Was die Besucher immer wissen wollen

Heute war mal wieder "Schlossführung" angesagt in unserem Landschloss. Natürlich erzähle ich beim Zeigen der Säle auch etwas zur Baugeschichte des Schlosses und seiner früheren und heutigen Nutzung. Gerne gehe ich dabei auch auf Fragen der Besucher ein. Diese haben jedoch oft nichts mit den oben genannten Themen zu tun. Es gibt ein paar Fragen, die so gut wie jedes Mal gestellt werden (weshalb ich sie hier und da auch mal vorweg nehme).

Frage Nummer eins ist fast immer: "gibt es im Schloss ein Schlossgespenst?" Dies ist wohl eher die Verlegenheitsfrage, der Eisbrecher. Ich weiß darauf immer nicht so recht etwas zu antworten und es kann vorkommen, dass ich nur lapidar antworte, ich hätte noch keines gesehen. Aber es gibt eine kleine Anekdote aus meiner Kindheit zu diesem Thema: Auf dem Dachboden war früher ein Estrich auf dem wohl Getreide gelagert hatte. Dieser Estrich war - wie alle Böden und Wände im Schloss - nicht besonders eben. Ein besonderer Spaß, den mein Vater uns machte wenn Freunde mit Kindern zu Besuch waren, war abends auf den Dachboden zu steigen und eine große Sandsteinkugel (wohl ein Relikt des früheren Schlossportals, die wir Kinder jedoch immer als Kanonenkugel bezeichneten), auf dem krummen Estrich hin und her zu rollen. Unten horchten wir dann gespannt auf die Geräusche dieses "Schlossgespenstes". Der Estrich wurde in den frühen 80er Jahren jedoch vom Dachboden entfernt, aus statischen Gründen, um das Gewicht auf dem Haus darunter zu reduzieren. Seitdem hat man das Rollen und Grollen des Schlossgespensts nicht mehr gehört.

Frage Nummer zwei: ob denn die Möbel im Schloss drin waren, als meine Eltern es 1979 in desolatem Zustand kauften. Die einfache Antwort: nein. Das Schloss war durch seinen Vorbesitzer (im besten Eifer des "Modernisierungsgedanken" der 60er und 70er Jahre) recht ramponiert worden. Etwaig von der gräflichen Familie Schönborn übernommene Einrichtung wurde entweder verkauft, oder verschrottet. Selbst die schönen doppelflügigen, hohen Türen des 18. Jahrhunderts lagen auf einem Schrotthaufen im heutigen Schlossgarten (und konnten wieder eingehängt und von einem Restaurator von seinen 6 über schöner Bemalung liegenden Farbschichten befreit werden). Alles andere war weg. Das Schloss haben wir nach und nach wieder möbliert. Gönner und Förderkreismitglieder machen hin und wieder auch eine Möbelspende und es sind auch einige Dauerleihgaben im Schloss zu sehen.

Andere Fragen / Antworten möchte ich hier noch nicht vorweg nehmen, denn vielleicht möchten unsere Blogleser ja auch mal selbst zu einer Schlossführung kommen! Termine veröffentliche ich (manchmal auch kurzfristig) in unserem Jahresprogramm online. Für Gruppen machen wir gerne auch Schlossführungen nach terminlicher Vereinbarung.

Fürtbischöfliches Wappen von Schönborn