Samstag, 29. August 2009

Erste Erfahrungen mit dem Katzennachwuchs

Ich lebe (dank der online Vorbestellung im Apple Store) ja nun schon seit über 24 Stunden mit dem neuen Mac OS X 10.6 Snow Leopard. Erstes Fazit eines Laien: alles läuft wie bisher und das ist auch gut so. Einige Anwendungen laufen (und starten vor allem) deutlich schneller als zuvor (z.B. Apples Mail client).

Nachteile habe ich (bis jetzt) nicht feststellen können. So laufen alle meine Programme bislang fehlerfrei auf dem neuen Betriebssystem (naja, sagen wir "Update"). Nur mit Cyberduck (einem ftp client) könnte es noch Schwierigkeiten geben, bis dort ein Update vorliegt.

Der größte Vorteil des gebündelten Upgrades aller Macs im Haushalt war es, diese gleich auf auf iLife09 und iWork09 zu bringen. Das WYSIWYG Erstellen von Dokumenten, Präsentationen und Spreadsheets ist schon etwas Feines.

Emilio at Work

Dienstag, 25. August 2009

Walsers "Goethe" im Schloss

In seinem letzten Roman „Ein liebender Mann“ hat Martin Walser Goethes späte Liebe zu Ulrike von Levetzow geschildert. Goethe war 73, als er sich – bei seinem gewohnten Kuraufenthalt in Marienbad – in die 19jährige verliebt. Unglücklich, was ihm bleibt, ist Entsagung.

Auszüge aus diesem Buch liest Tebbe Harms Kleen, der ehemalige Intendant des Würzburger Theaters, zu Goethes Geburtstag, anknüpfend an die Reihe seiner Lesungen aus Goethes Briefen als Liebender an Lili Schönemann, Charlotte von Stein u. a.

Lesung gefolgt von einem festlichen Essen „wie Goethe es liebte“: Grüne Sommersuppe, Frecassiertes Hühnchen, Cremespeise und Marienbader Oblaten.

Zu dieser Abendveranstaltung am Freitag, 28. August 2009 um 19.30 Uhr ist Anmeldung erforderlich (Karten EUR 35,-- incl. Menü. Kartenvorreservierung per e-mail)

Die Lesung wird im Freskensaal stattfinden (sofern uns die last-minute Reservierungen nicht noch überrollen...).

Fresco

Foto: Freskensaal Schloss Zeilitzheim (Deckendetail)

Mittwoch, 19. August 2009

Weinbaubericht

Das "aktuelle" Weinbaufax, das derzeit beim Weinbauring online abgerufen werden kann, ist leider noch vom 10. August. Aber die Informationen decken sich noch immer weitestgehend mit dem, was Winzer mir erzählen.

Die allgemeine Situation im Weinbau in Franken:

"Die Wasserversorgung der Reben ist gut. Ein rascher Reifefortschritt in den nächsten Wochen ist zu erwarten. Anlagen mit reichem Behang sind auf ein vermarktbares Maß einzustellen. Junganlagen sind konsequent bis etwa Anfang September zu behandeln, um Befall mit Peronospora und Oidium zu verhindern. Aus Hecken oder Waldstreifen fliegen Vögel in Reben ein und picken an den Trauben. Durch diese Verletzungen werden Wespen und andere Zuckernascher angezogen. Bei günstiger Witterung bildet sich an diesen Stellen Penicillium, Botrytis oder Essigfäule. Deshalb sollte frühzeitig, in gefährdeten Weinbergen, der Einflug verhindert werden, damit sich die Vögel nicht an den Nahrungsplatz Weinberg gewöhnen. Ungewöhnlich früh sind schon große Starenschwärme zu beobachten. Sollten diese demnächst in die Weinberge einfliegen sind rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen."

Vor allem die Wespen machen in diesem Jahr den Winzern wohl verstärkt Probleme. "Solche Fraßstellen sind bei entsprechenden Witterungsbedingungen oftmals Ausgangspunkt für den Befall mit Fäulepilzen (Botrytis, Penicillium) und Bakterien (Essigfäule)". Daher rät der Weinbauring: "Am wirkungsvollsten kann dem Wespenfraß mit einer dichten Seitenbespannung der Traubenzone mit engmaschigen Netzen vorgebeugt werden. Auch hier sollte die Ausbringung frühzeitig erfolgen, damit durch den Duft angefressener Beeren nicht zusätzlich weitere Wespen angelockt werden."

Und abschliessend berichtet der Weinbauring: "Mit diesem Fax beenden wir die Hinweise zum Pflanzenschutz. Weitere Weinbaufaxe erscheinen nun mit Reifemessungen – zunächst in unregelmäßiger Reihenfolge." Das erklärt, warum das letzte Weinbaufax am 10.8. erschien.

Hier ein Bild einer Wespe, die sich an unseren Regenttrauben erfreut:

Wasp

Samstag, 15. August 2009

Schlossgarten - Hochsommer

In diesem Jahr war der Sommer bisher ja eher "durchwachsen" - kühl, nass, zwischendurch auch sonnig. Das hat dem Garten sehr gut getan, war aber nicht immer ideal für Hochzeitsfeiern, die Nachmittags im Schlossgarten beginnen sollten.

Heute war das Wetter jedoch perfekt (wenn auch fast schon zu heiß).

Der Lavendel ist fast abgeblüht im Schlossgarten. Hier noch ein aufstrebender "Ast":

Fuzzy

Dienstag, 11. August 2009

Sehnsucht

Meine liebe Frau und zwei Töchter (Katharina hat heute auch 4. Geburtstag) sind erst seit etwa 1,5 bis 2 Stunden weg (auf der Reise nach Ungarn zu meinen Schwiegereltern), aber die Sehnsucht ist jetzt schon groß.

Skid Mark

Sonntag, 9. August 2009

Überschäumendes Bier - der Brauer gibt Antwort

Im Mainschleifen-Kurier, dem Mitteilungsblatt für den Gewerbeverband Volkach, las ich in der Augustausgabe eine Stellungnahme des Brauereibesitzers der Krautheimer Brauerei, Friedrich Düll, zu überschäumenden Bier. Dies scheint in den vergangenen Wochen ein Problem gewesen sein, soll aber nun gebannt sein. Da ich die Stellungnahme nicht auf der website der Brauerei fand und ich bereits über die Brauerei hier im Blog berichtet habe, möchte ich die Information des Brauereichefs hier teilen:

Überschäumen... endlich erledigt

Lästig war es allen, das Überschäumen der Pils- und Weizenbiere nach dem Öffnen der Flaschen in den vergangenen Monaten. Bierfreunde wunderten sich, Bierbrauer staunten und die Brauereitechnologen suchten nach der Ursache dieses Phänomens, das in manchen Jahren vorkommt. Die Erklärung ist so einfach wie natürlich: Braugerste und Brauweizen haben unter besonderen Aufwuchs- und Erntebedingungen manchmal die Eigenschaft, dass die daraus gebrauten Biere beim Öffnen teilweise zum Überschäumen neigen. Dieser Effekt kann - abhängig von der Biersorte aber auch zwischen verschiedenen Chargen von Braumalz - unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bekannt ist das Phänomen der spontanen Kohlensäureentbindung auch bei anderen Getränken wie Apfelschorle oder auch Minberalwasser.

Unser Bier ist ein echtes Naturprodukt. Es wird allein aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe hergestellt. Die Rohstoffe des Bieres (ausschließlich einheimische Gerste und Weizen aus Vertragsanbau direkt vom Landwirt) sorgen dafür, dass Bier grundsätzlich eine Neigung zum Schäumen aufweist. Dies ist auch gewollt, da sich ohne selbstständiges Aufschäumen auf einem Glas eingeschenkten Bieres die gewünschte appetitliche Schaumkrone nicht einstellen würde.

Jahrgangsbedingte Schwankungen in der Eigenschaft von Gerste und Weizen werden normalerweise durch die Kunst des Brauers ausgeglichen. Allerdings gelangen wir manchmal auch an unsere Grenzen, da uns das deutsche Reinheitsgebot keine Zusätze, die das Überschäumen verhindern würde, erlaubt und wir das auch nicht wollen. Generell aber hat das Schäumen keine Auswirkungen auf die Qualität oder den Geschmack des Bieres, es kann nur lästig sein.

Also, unser Bier wird gebraut wie eh und je und die neue Ernte von Gerste und Weizen sorgt für normal schäumende Biere, das Überschäumen ist vorbei.

Ihr Friedrich Düll


Hier kann man sich die Seite im Original ansehen: Mainschleifenkurier 8-09, s. 14.

Ich habe dazu noch etwas recherchiert. In einem Forumsbeitrag von "CrossFire" bei bier.de aus dem Jahr 2007: "Gushing: Unter Gushing versteht man das Wildwerden und Hochschäumen des Bieres beim Öffnen der Flasche. Dieser unschöne Effekt tritt in manchen Jahren verstärkt auf und schädigt das ansehn der Brauerei. Ursache: Fusarium (schimmelpilze) bei falscher lagerung des Malzes"

Egal was der Grund für das Phänomen ist, alle Quellen waren sich darüber einig, dass es nur eine lästige Seitenerscheinung ist, die keinerlei negative Auswirkung auf Geschmack oder Qualität des Bieres hat. Respekt an die Krautheimer Brauerei für den offenen Umgang mit ihren Kunden!

Cooler

Freitag, 7. August 2009

Auftakt der Weinlese mit "Verjus"

Mitarbeiter des Sachgebiets Oenologie der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim berichten im Weinbaufax von einem interessanten Experiment zur Herstellung von "Verjus":

"Verjus (aus dem mittelfranzösischen vertjus "Grünsaft", mittelalterlich: Agrest), ist ein saurer Saft, der durch das Auspressen unreifer Trauben erzeugt wird. Verjus ist kein Getränk, vergleichbar mit allen anderen Produkten, die normalerweise aus Weintrauben gewonnen werden, sondern war bereits im Mittelalter als Säuerungs- und Würzmittel bekannt. Auch in der mittelalterlichen Heilkunde wurde dieses Naturprodukt wegen seiner beruhigenden Wirkung auf Magen und Darm empfohlen."

Ziel der LWG war es, "auch im Hinblick auf das Silvanerjahr 2009, einen Verjus aus Silvaner Trauben zu produzieren. Um erste Erfahrungen zu sammeln, war ein Vorversuch mit der Rebsorte Johanniter geplant, da es hier keinerlei Wartezeiten bezüglich Pflanzenschutzmittel gab, weil diese pilzresistenten Anlagen nicht behandelt wurden. Letzten Endes wurden aufgrund der verzögerten Reife doch beide Sorten am selben Tag geerntet. ... Erntetermin war der 11. August 2008... Das noch sehr unreife Lesegut wurde gemahlen und anschließend mit einer Hydropresse abgepresst. Der daraus gewonnene Saft wurde mit Kohlendioxid überschichtet um eine Oxidation und die damit verbundene Braunfärbung zu vermeiden. Trotz dieser Maßnahme entwickelte der Saft der Rebsorte Johanniter eine pinkartige Farbe. Um im späteren Endprodukt keine Trübung durch thermolabiles Eiweiß zu riskieren, wurde der Most mit 300 g/hl Bentonit, und anschließend zur besseren und schnelleren Klärung mit 50 ml/hl Kieselsol und 5 g/hl Gelatine geschönt. Der Verjus lagerte zur Selbstklärung zwei Tage im Kühlhaus bei ca. 0°C. Am 13.08.08 wurde der Most
mit K100 vorfiltriert und anschließend mit EK-Schichten eingelagert. Um jegliche Gefahr einer Angärung auszuschließen wurde der Verjus heißsteril bei ca. 75°C in vorgewärmte 0,25l-Bocksbeutel mit Schraubverschluss abgefüllt. Insofern kann evtl. auf die EK-Filtration verzichtet werden. Das Endprodukt probiert sich außerordentlich interessant und kann zu Recht in die Kategorie „Säuerungs- und Würzmittel“ eingestuft werden. Silvaner eignet sich mit einem dezenten Fruchtaroma weitaus besser als der rau und kratzig schmeckende Johanniter. Geöffnete Flaschen sollten stets kühl aufbewahrt und innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden, da
der Inhalt prinzipiell gärfähig ist und auch für andere Mikroorganismen wie etwa Schimmelpilze eine Nahrungsquelle darstellt. Bei Eigenverbrauch könnte während der Herstellung schwach geschwefelt werden, um den mikrobiologischen Schutz etwas zu verlängern."


Ich gespannt, wann die ersten Fläschchen "Verjus" den Weg in die Verkaufsregale finden werden, kann mir jedoch nicht vorstellen, dass es ein Verkaufsrenner wird. Aber Hut ab zu dieser Experimentierfreudigkeit!

Das Weinbaufax ist bei Weinbauring Franken e.V. online erhältlich.

Wine

Nachtrag: Durch eine Recherche habe ich erfahren, dass auch das Casteller Weingut bereits 2008 einen "Verjus" hergestellt hat. Allerdings habe ich noch nicht erfahren können, ob dieser ein Renner gewesen ist, oder nicht. Die Main Post berichtet in einem online Artikel vom 26.10.2008: "Erstmals wurden in Castell 1500 Kilo unreife, grüne Trauben gelesen, deren grüner Saft zu einem 'Verjus', einem früher bekannten Würzmittel für die Gastronomie verarbeitet werde."

Montag, 3. August 2009

Aus dem Weinberg

Der Weinbauring Franken e.V. vermeldet in seinem Weinbaufax:

Die Reife schreitet mit raschen Schritten voran. Die weitere Wetterentwicklung deutet, zumindest für die erste Augustdekade, auf sommerliche Temperaturen hin. Somit wird sich der Reifefortgang beschleunigen, da genügend Wasser zur Verfügung steht. ... Das Entfernen überflüssiger Trauben sollte alsbald und bei schon fortgeschrittener Reife vorsichtig geschehen, um Verletzungen zu vermeiden. Die Abschlussbehandlung kann in vielen Anlagen im Lauf der nächsten Woche durchgeführt werden. In späten Lagen sollte ebenfalls nicht zu lange gewartet werden. Bei einem normalen Witterungsverlauf im August, könnte die Lese zum 15. September beginnen. Wartezeiten müssen beachtet werden.

Foto: Der Regent nimmt nun langsam Farbe an.

Regent

Samstag, 1. August 2009

Folk Camp 2009

Heute geht das 30. jährliche internationale Folk Camp (das 26. im Schloss Zeilitzheim) zu Ende. Es ist aufräumen und packen angesagt. Gestern Abend gab es aber noch das traditionelle Abschlussfest im Schlosshof, das - wie immer - mit kostümiertem Tanz am Marktplatz von Zeilitzheim stattfand. Von diesem habe ich wieder einige Fotos machen können:

Rough Guys

Hats

Guardian Angel